Wer kann das Versorgungssystem "Rückzugsräume" nutzen?

Es ist Menschen vorbehalten, die in der AOK Bremen/Bremerhaven, der hkk oder der ikk gesund plus versichert sind. Geraten sie in eine akute Krisensituation, sind verschiedene Dinge ausschlaggebend:
Ein schutzbedürfnais der Menschen oder die vermeidung eines stationäre Klinikaufenthalts.   Die beteiligten Nervenärztinnen und -ärzte verordnen die Versorgungsleistung "Rückzugsräume", nachdem sie den Betroffenen oder die Betroffene begutachtet haben.

Wie lange kann man die " Integrierte Versorgung Rückzugsräume" nutzen?

Grundsätzlich ist die Versorgungsleistung auf 28 Tage beschränkt. Die beteiligten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie die Fachkräfte der GAPSY begutachten alle sieben Tage den Gesundheitsstatus des betroffenen Menschen. So kann der Aufenthalt und der Umfang der Versorgung den aktuellen Bedürfnissen der Patienten zeitnah angepasst werden.

Wie kann man sich das dafür eingerichtete "Rückzugshaus" vorstellen?

Zentral im Bremer Westen hat die GAPSY zwei großzügige Wohnungen auf einer Etage angemietet: das "Rückzugshaus". Maximal acht Personen finden in den vier Einzel- und zwei Doppelzimmern Platz. Wenn möglich, werden Frauen und Männer in unterschiedlichen Wohnungen ihren Rückzug finden. Die sonnigen Zimmer sind in hellen Pastelltönen gehalten und liebevoll eingerichtet. Im über 20 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum wird gemeinsam gegessen und der Abend gestaltet. Im gleichen Haus befindet sich auch die Tagesstätte West des Bremer Werkgemeinschaft GmbH und das Cafe Klatsch, ein Treffpunkt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Mit diesem Klick kann man einen virtuellen Rundgang durch die Räume machen.

Wie sieht die Versorgung aus?

An sieben Tagen der Woche in der Zeit von 17 Uhr abends bis 9 Uhr morgens können Menschen mit einer psychistrischen Erkrnankung im  Rückzugshaus sein. Gemeinsam mit den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern essen sie Abendbrot; danach entscheidet jeder individuell wie der Abend gestaltet werden soll. Spielen , Fernsehen, Musik hören oder individuelle Zeit für sich alleine. Durch die Gemeinsamkeit fühlen sie sich in den bedrohlichen Abend- und Nachtstunden sicher und geborgen. Nach dem Frühstück und der täglichen Visite durch die Gruppe der beteiligten Nervenärzte verbringen sie die Zeit zwischen 9 und 17 Uhr in ihren eigenen Wohnungen. Sie werden zeitweise von den unterschiedlichen Fachkräften der GAPSY unterstützt.

Menschen in einer akuten Krise, die nicht in der Lage sind, ihren Tagesablauf weitestgehend selbst zu gestalten, werden von Fachkräften der GAPSY darin unterstützt, das tagesstrukturierende Angebot der Tagesstätte West des Bremer Werkgemeinschaft GmbH zu nutzen. Mittag essen, Kreativ- und Freizeitangebote stehen ihnen dort offen.

Wer sichert tagsüber die Begleitung?

Im Hintergrund sind die Fachpflegekräfte der APP oder der Soziotherapie jederzeit erreichbar. Sie bemühen sich um die schnelle Klärung von Fragen oder kommen ins Haus. Ihr Einsatz ist jederzeit kurzfristig möglich. Die beteiligten Nervenärztinnen und -ärzte übernehmen den ärztlichen Hintergrunddienst. Sie sichern die Arbeit der Fachkräfte ab und äußern sich zu behandlungsrelevanten Fragen.

Wie wird die "Integrierte Versorgung Rückzugsräume" verordnet?

Ausschließlich die am Versorgungssystem beteiligten Nervenärztinnen und -ärzte begutachten den erkrankten Menschen persönlich. Von medizinischer Seite aus wird bescheinigt, dass die Leistung "Rückzugsräume" notwendig und möglich ist. Die Ärzte und Ärztinnen werden dabei Fachpflegekräfte der APP oder Soziotherapeuten der GAPSY beteiligen. Auch Familienangehörige werden in die Entscheidung mit einbezogen. Die Leistungen für die Unterbringung beantragt die GAPSY bei der AOK Bremen/Bremerhaven, der hkk oder der ikk gesund plus mit einer kurzen Problembeschreibung und einem Behandlungsplan. Der Verbleib in den Rückzugsräumen ist freiwillig. Grundsätzlich ausgeschlossen ist eine zeitgleiche psychiatrische stationäre Unterbringung. Sollte eine stationäre Einweisung notwendig werden, endet die Teilnahme. 

Welche Nervenärzte und -ärztinnen beteiligen sich bei der "Integrierten Versorgung Rückzugsräume"?

  • Frau Jeanette Brennecke
  • Herr Dr. med. Rudolf Eufe
  • Herr Dr. med. Eberhard Schroeter
  • Herr Dr. med. Koc
  • Gemeinschaftspraxis der Ärzte Frau Ilsabe Bischof, Frau Dr. med. Sybille Eickens, Herr Dr. med. Vogel-Klingenberg
  • Gemeinschaftspraxis Frau Dr. med. Karin Forssman und Herr Dr. med. Helge Lübbert
  • Gemeinschaftspraxis Herr Klaus Pramann, Frau Andrea Müller-Stratmann

Ihr Persönlicher Ansprechpartner RZH Hermann Tolle

Hermann Tolle

tolle@gapsy.de